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Warum der Körper Vitamine braucht

Wissen Sie eigentlich, wie Sie sich fühlen, wenn der Körper optimal versorgt ist? Mit Vitaminen, ausserdem mit Mikronährstoffen wie Spurenelementen und Mineralstoffen, Aminosäuren und essentiellen Fettsäuren?

Sie fühlen sich kraftvoll, frisch, motiviert. Leider haben sich viele Menschen mit einem permanenten Mangel abgefunden – und halten die damit verbundenen Krankheiten für normal. Legen Sie den Schalter um: Ihr Körper braucht Vitamine!

Viel zu viele Menschen leben hauptsächlich von quasi vitaminfreien Lebensmitteln wie Pommes frites, Toast oder Pasta. Viel zu viele Menschen haben sich daran gewöhnt, sich durch den Tag zu schleppen und den Kreislauf ab und zu mit Schokolade und Kaffee aufzuputschen. Vielleicht „werfen“ sie zwischendurch ein Vitaminpräperat aus dem Supermarkt ein. Irgendeins. Wird schon gut sein.

Doch das ist nicht gut. Das ist die Katastrophe unserer modernen Lebensführung, die jedes Jahr zu so vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten führt: Adipositas, Diabetes, Herzleiden, Krebs – um nur einige zu nennen.

Vitamine

Vitamine arbeiten zusammen

Vitamine kooperieren nicht nur eng mit den Enzymen, sondern auch untereinander. Oft ist es deshalb unsinnig oder sogar gefährlich, nur ein einziges Vitamin zuzuführen. Meistens ist ein ganzer Komplex notwendig.

B-Vitamine brauchen zum Beispiel andere B-Vitamine, um sich in ihre aktive Form als Coenzyme umzuwandeln.Deshalb ist es sinnvoll, einen Vitamin–Mangel mit einem B-Komplex zu behandeln. Es ist ohnehin kaum möglich, anhand von Mangelerscheinungen genau zu erkennen, welches der vielen B-Vitamine dem Körper denn nun fehlt.

Folsäure kann erst dann richtig wirken, wenn sich die Vitamine B12 und C an den Reaktionsabläufen beteiligen können. Folsäure plus Vitamin B12 plus Vitamin C.

Vitamin E muss immer zusammen mit Vitamin C eingenommen werden. Passiert das nicht wird Vitamin E im Koerper  selbst zu einem schädlichen Stoff. Erst Vitamin C erneuert ununterbrochen die hochwirksame antioxidative Wirkung von Vitamin E. Die sogenannte Cache County Study an 4740 Patienten konnte übrigens zeigen, dass Vitamin E plus Vitamin C den gefürchteten Alzheimer um 78 Prozent verhindert. (Arch.Neurol.2004;61)

Infekte abwehren mit Vitaminen

Wer genug Vitamine im Blut hat, wird nicht so schnell krank. Eigentlich wissen wir das ja. Und wir wissen auch, dass dies für Menschen genauso gilt wie für Affen. In den USA in den zoologischen Gärten deshalb eine Vitaminzufuhr, die die Empfehlungen der DEG um das 23-Fache übersteigt. Warum? Weil die Affen dadurch vor Infektionen geschützt werden und nicht vorzeitig sterben. Solche Geschichten machen mich nachdenklich. Sie auch?

Entzündung? Nein danke.

Entzündungsmaker wie zum Beispiel TNF-Alpha (Serumtumornekrosefaktor Alpha) sind verantwortlich für echtes Rheuma, MS, Herzkranzgefässverkalkung und Herzinfarkt. Im Jahr 2009 wurde an der Universität Missouri endlich ein Zusammenhang mit der Vitaminversorgung hergestellt: Schädliche Entzündungsfaktoren sind dann am höchsten, wenn der im Blut messbare Vitamin-D-Spiegel am niedrigsten ist.

Das erschien den Forschern so bedeutsam, dass sie neue Empfehlungen für die geeignete Vitamin-D-Menge aussprachen: für Menschen bis 50 Jahre statt 200 I.E. und für Menschen über 50 Jahre statt 400 I.E. mindestens 1000 I.E. Die alten Werte stammten aus dem Jahr 1997. 

(Meiner Ansicht sind die neuen Werte eher nichts, um in Deutschland einen gesunden Vitamin-D-Spiegel  zu erlangen – lassen Sie messen!)

Allergien einfach abschalten

Wenn Sie unter Heuschnupfen, oder Asthma oder unter welchen Alergien auch immer leiden, werden Sie folgenden Zusammenhang sicherlich interessant finden: Wir alle – ob Allergiker oder nicht –  haben Histamin in unserem Koerper. Wie dieses Histamin wirkt, kennen Sie von unangenehmen Begegnungen mit Wespen, Bienen oder Brennnesseln die tun richtig weh.

In unserem Körper richtet es eigentlich keinen Schaden an, weil es in sogenannten Mastzellen fest eingekapselt ist. Nur bei Allergikern setzen die Mastzellen das Histamin frei. Die Folge: Haut und Schleimhaut schwellen an, röten sich, bilden Quaddeln, schmerzen.  Die Luftröhre zieht sich zusammen und verkrampft sich – es kommt zu asmathischen Reaktionen.

Aber das miss nicht sein. Mit einem Trick nämlich lassen sich die Mastzellen so stabilisieren, dass sie kein Histamin mehr herauslassen. Der Trick heisst: Vitamin C. Das ist wissenschaftlich längst nachgewiesen, zum Beispiel von Zuskin 1973 (J.Allergy Clin. Immun.) oder von Bucka 1990 (Annals of Allergie). Allerdings brauchen Sie für diesen Effekt die Mengen an Vitamin C, die in der Steinzeit normal waren. Also deutlich mehr als 100 Milligramm oder 200 Milligramm.

Und noch ein Trick: Foulsäure-Studien konnten einen Zusammenhang zwischen dem Folsäurespiegel im Blut und Allergien zeigen. Genauer: Menschen mit einem niedrigen Folsäurespiegel hatten

  • ein 30 Prozent höheres Risiko für erhöhte IgE-Antikörper, ein Parameter für Allergie (vielen von Ihnen bekannt)

  • ein 31 Prozent höheres Risiko für allergische Symptome

  • ein 16 Prozent höheres Risiko für echtes Asthma

Das Besondere: Weil es sich um eine US-amerikanische Studie handelt, heisst „niedrige Werte“ hier unter acht Nanogramm pro Milliliter. Deutsche Labors dagegen halten acht Nanogramm pro Milliliter für einen völlig normalen Wert.

Gesunde Fortpflanzung ermöglichen

Wieviel Vitamin C brauchen gesunde Spermien? Das wollte Professor Dr. Ames, Nobelpreisträger und meist zitierter Biochemiker unserer Zeit, genau wissen. Er fand heraus, dass 300 Milligramm Vitamin C nicht genug waren – und das zu einer Zeit, als in Deutschland noch eine Zufuhr von 30 Milligramm täglich offiziell empfohlen wurde. Ergebnis der Studie: Nicht einmal diese „Megadosis“ war ausreichend für gesunde Spermien. Der tatsächlich optimale Wert lag noch höher.

Zum Vergleich: Tiere können selbst zwischen fünf und 100 Gramm Vitamin C täglich produzieren. Affen (unsere Vorfahren) fressen täglich ungefähr 10 Gramm Vitamin C. Kein Wunder also, dass 300 Milligramm Vitamin C für unseren Körper viel zu wenig sind.

Das Leben verlängern

Telomere sind die Enden der Chromosomen, die bei den meisten Zellteilungen jeweils ein Stück kürzer werden. Sie sind ein unmittelbares Mass für die Lebensdauer Ihrer Körperzellen und damit für Ihre Lebensdauer insgesamt. Nun wissen wir, dass Omega 3  die Telomere vor dem Abbau schützt. Und wir wissen noch mehr: Vitamine verlängern ebenfalls Ihre Telomere und damit Ihr Leben.

Aktuelle Studien (die Quellen in der medizinischen Fachliteratur finden Sie in Klammern) konnten diesen Zusammenhang nachweisen für

  • Vitamin D (Am J Clin Nutr 2007;86)
  • Vitamin C (Lif Sci 1998;63)
  • Vitamin E (J Cell Biochem 2007;102)
  • Folsäure (J Nutr 2009;139)
  • und Multivitamine (Am J Clin Nutr 2009,89)

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